Kurz vor dem Jahreswechsel die Riester- und Rürup-Rente optimieren

Jedes Jahr lässt sich kurz vor dem Jahresende die Altersvorsorge optimieren: Deswegen erhalten Sie hier die Tipps, wie Sie sich die staatlichen Förderungen der Riester- und Rürup-Rente sichern und Steuervorteile nutzen können.

Die gesamte Zulage für die Riester-Rente sichern

Nur wenn mindestens vier Prozent des gesamten rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens des Vorjahres in den Vertrag zur Riester-Rente eingezahlt wurde, gibt es die volle staatliche Förderung inklusive der gesamten Zulagen. Wenn Sie Ihre Lohnsteuerbescheinigung von 2016 in die Hand nehmen, können Sie die benötigte Summe leicht ausrechnen: Sie beträgt vier Prozent Ihres Jahresbruttogehaltes abzüglich der Förderung. Inklusive sämtlicher Zulagen brauchen Sie allerdings nicht mehr als 2.100 Euro einzuzahlen. Falls Sie das noch nicht erledigt haben, sollten Sie den Betrag bis zum 31. Dezember 2017 eingezahlt haben. Bei den Verträgen für die Riester-Renten können Sonderzahlungen am Ende des Jahres in der Regel problemlos erledigt werden.

Tipp: Überprüfen Sie bei dieser Gelegenheit gleich, ob die Beiträge im kommenden Jahr angepasst werden sollten. Das kann bei einer Gehaltserhöhung sinnvoll sein, aber auch, wenn Sie sich über eine höhere Förderung freuen können, weil Sie ein Kind bekommen haben. Falls Sie noch keinen Riester-Vertrag haben, doch die Förderungen gerne mitnehmen würden, fragen Sie uns einfach: Wir finden für Sie die passende Riester-Sparform.

Rechtzeitig den Antrag für die Dauerzulagen stellen

Damit Sie für Ihren Riester-Vertrag die staatlichen Zulagen erhalten, müssen diese beantragt werden. Das funktioniert entweder mit einem Antrag, der jedes Jahr aufs Neue gestellt wird, oder mit einem sogenannten Dauerzulagenantrag. Bis zum 31. Dezember 2017 können Sie als Inhaber eines Riester-Vertrages noch den Zulagenantrag für 2015 beim Anbieter einreichen. Wir übernehmen das gerne für Sie.

Tipp: Wenn Sie einen Dauerzulagenantrag stellen, sparen Sie jährlich Zeit und müssen nicht jedes Jahr erneut Ihre Zulagen beantragen.

Die Beiträge für die Rürup-Rente von der Steuer absetzen

Wenn Sie mit einer Rürup-Rente für Ihren Ruhestand vorsorgen, können Sie in diesem Jahr beim Finanzamt die eingezahlten Beiträge geltend machen. Da sich der Prozentsatz in jedem Jahr erhöht, bis zu dem Sie Ihre gezahlten Beiträge in der Steuererklärung geltend machen können, lohnt sich die Rürup-Rente auf jeden Fall. Während der Anteil 2016 noch bei 82 Prozent lag, sind es 2017 bereits 84 Prozent der eingezahlten Beiträge, die Sie steuerlich geltend machen können. Ab dem Jahr 2025 können Sie Ihre gezahlten Beiträge bis zum Höchstbetrag komplett geltend machen und als Sonderausgaben absetzen.

Auch der absetzbare Maximalbetrag der Rürup-Rente steigt

Bis 2014 lag der anrechenbare Höchstbetrag, den Alleinstehende jährlich in die Rürup-Rente einzahlen und steuerlich geltend machen konnten, noch bei 20.000 Euro jährlich. Da dieser Betrag seit 2015 an die knappschaftliche Rentenversicherung gekoppelt wurde, steigt der anrechenbare Betrag gemeinsam mit dieser. Inzwischen liegt der Betrag für Alleinstehende bei 23.362 Euro, Verheiratete können sogar bis zu 46.724 Euro, also den doppelten Betrag, beim Finanzamt geltend machen.

Wenn Sie Fragen zur Riester- oder Rürup-Rente haben und wissen wollen, wie Sie Steuern sparen können:
Sprechen Sie uns einfach an. Wir helfen Ihnen gerne.

Tipp: Warten Sie nicht bis zur aller­letzten Sekunde. Das Geld sollte noch in diesem Jahr auf dem Konto des Anbieters landen.

 

Die betriebliche Altersvorsorge – mehr Rente und finanzielle Vorteile sichern

Die betriebliche Altersvorsorge, kurz bAV, bildet in Deutschland die zweite der drei Säulen bzw. Schichten der Altersvorsorge. Sie nimmt somit neben der gesetzlichen Rente einen wichtigen Stellenwert ein. Als Arbeitnehmer haben Sie gegenüber ihrem Arbeitgeber sogar einen Rechtsanspruch auf diese Art der Vorsorge und können zudem von einigen finanziellen Vorteilen profitieren.

 

Durch eine betriebliche Altersvorsorge können Sie Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge sparen

 

Betriebsrente als wichtige Säule der Vorsorge für den Ruhestand

Um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten, reicht die gesetzliche Rente in der Regel nicht mehr aus. Aufgrund des stetig sinkenden Rentenniveaus werden insbesondere junge Rentenversicherte mit ihrem Geld im Alter nicht mehr auskommen. Die Betriebsrente soll dazu beitragen, einen Teil der Rentenlücke zu schließen. Als gesetzlich Rentenversicherter haben Sie in Deutschland einen Rechtsanspruch darauf, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen diese Art der Vorsorge anbietet. Manche Arbeitgeber bezuschussen eine solche betriebliche Altersvorsorge. Grundsäztlich muss sich jedoch der Arbeitgeber an den Beiträgen nicht zwingend beteiligen. Dennoch gibt es in vielen Branchen Tarifvereinbarungen oder individuelle Arbeitsverträge, sodass der Arbeitgeber auf dieser Basis verpflichtet ist, sich finanziell am Beitrag zu beteiligen. Die Beiträge des Arbeitnehmers werden dabei in Form einer Entgeltumwandlung zur Betriebsrente genutzt. Somit wird ein Teil Ihres Entgeltes vom Arbeitgeber einbehalten und direkt in die für Sie abgeschlossene Altersabsicherung einbezahlt.

 

Als gesetzlich Rentenversicherter haben Sie in Deutschland einen Rechtsanspruch auf die betriebliche Altersvorsorge

 

Fünf Durchführungswege der zusätzlichen Altersvorsorge

Bei der Gestaltung stehen insgesamt fünf unterschiedliche Wege zur Auswahl. Zu diesen zählen die Direkt- bzw. Pensionszusage, die Unterstützungskasse, die Pensionskasse, die Pensionsfonds sowie die Direktversicherung. Bei einer Direkt- oder Pensionszusage kommt der Arbeitgeber selbst für die Leistung auf und zahlt diese bei Erreichen des Rentenalters in vorab vereinbarter Höhe an Sie aus. Alternativ können sich Unternehmen aber auch dazu entscheiden, eine Unterstützungskasse als selbstständige Versorgungseinrichtung ins Leben zu rufen, um daraus die Beiträge zu finanzieren. Auch die Pensionskassen werden von Unternehmen selbst getragen und agieren als selbstständige Versicherungen. Alternativ besteht für Unternehmen noch die Möglichkeit, die Beiträge in Pensionsfonds und damit in rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtungen anzulegen, um daraus die Beiträge letztendlich leisten zu können. Zu den am häufigsten gewählten Durchführungswegen zählen in Deutschland allerdings die Direktversicherungen. Dabei wird der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer eine klassische oder fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung abschließen. Dies ist per Einzel- oder Gruppenvertrag möglich.

 

Die Direktversicherungen zählt zu den am häufigsten gewählten Durchführungswegen in Deutschland

 

Vorteile durch Steuerersparnis und Sozialversicherungsersparnis

Die betriebliche Altersversorgung bietet Arbeitnehmern allerdings mehr als zusätzliches Geld für den Ruhestand. Denn werden die Beiträge in Form einer Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung, einen Pensionsfonds oder in eine Pensionskasse einbezahlt, dann fallen dafür weder Steuer- noch Sozialversicherungsbeiträge an. Diese Form der Steuer- und Sozialversicherungsersparnis ist allerdings nicht in unbegrenztem Umfang möglich. Derzeit können diese Beiträge auf bis zu vier Prozent, gemessen an der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung, zu einer Ersparnis führen. Im Jahre 2016 entspräche dies einem Betrag von 2.976 Euro, für welchen Sie von einer Sozialversicherungs- und Steuerersparnis profitieren könnten.

Minijobber – abschlagsfreie Rente?

Das Einkommen eines Minijobbers ist oft für Alleinerziehende oder Studenten ein Zusatzeinkommen. In den meisten Fällen lassen sich Minijobber von der Rentenversicherungspflicht befreien. Die monatliche  Auszahlung ist dann etwas höher. Doch wer als Minijobber auf einen kleinen Teil des Lohnes verzichtet, und diesen Teil des Lohnes in die Rentenversicherung einzahlt, profitiert deutlich auf einem anderen Weg. Dabei geht es nicht um die wenigen Euro der Mehrrente.

Der maßgebliche Vorteil liegt in den Rentenversicherungszeiten!

Dabei spielt der Verdienst keine Rolle. Zahlt der Minijobber in die Deutsche Rentenversicherung ein, erhält er pro einem Jahr Minijob ein normales Versicherungsjahr angerechnet. Dieses Versicherungsjahr, könnte für Studenten oder Alleinerziehende, eine spätere abschlagsfreie Rente bedeuten. Also: lieber auf ein paar wenige Euro verzichten und die Vorteile der Rentenversicherungszeiten nutzen.

Rente: Die Bundesbürger kennen ihr Alterseinkommen nicht!

Rente: Die Mehrheit der Deutschen weiß nicht, mit welchem Alterseinkommen sie im Ruhestand rechnen kann. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Allensbach-Institutes. Demnach kann nur jeder Dritte sein Alterseinkommen ungefähr beziffern.

Wie hoch wird einmal meine Rente sein? Und in welchem Umfang muss ich privat vorsorgen, um auch im Rentenalter ein auskömmliches Leben führen zu können? Glaubt man einer aktuellen Allensbach-Umfrage im Auftrag des Versicherungs-Dachverbandes (GDV), weiß die Mehrheit der Bevölkerung darauf keine Antwort. Auf die Frage, ob sie ihr voraussichtliches monatliches Einkommen ungefähr einschätzen können, antworteten zwei Drittel der Bundesbürger (62 Prozent) mit „Nein“.

Es droht Lebensabend auf Grundsicherungs-Niveau
Das Problem: Wer seine Rentenhöhe nicht einschätzen kann, kennt auch seine Versorgungslücke nicht. Das heißt: er weiß nicht, wie viel Geld er für das Alter zusätzlich ansparen muss. Viele Ruheständler sehen sich aber mit zunehmender Altersarmut konfrontiert. Zum Jahresende 2013 bezogen rund 499.300 Senioren der Generation Ü65 eine Grundsicherung in Höhe von circa 700 Euro, Tendenz steigend. Noch 2003 waren „nur“ 275.700 Personen betroffen. Von dieser Sozialleistung müssen auch Mieten und Energiekosten finanziert werden.

Deshalb schlägt GDV-Präsident Alexander Erdland nun ein Online-Portal vor, auf dem die Verbraucher den aktuellen Stand der Altersvorsorge errechnen können. “Um den Bürgern mehr als nur ein Gefühl für ihre Einkommenssituation im Alter zu geben, brauchen sie verständliche und umfassende Informationen. Sinnvoll wäre der Aufbau einer Online-Plattform, auf der jeder via PC, Tablet oder Smartphone den aktuellen Stand seines Altersvorsorgekontos ablesen kann – aufgeschlüsselt nach gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge“.

Ein Beratungsgespräch schafft Abhilfe
Bis dahin aber müssen die Bürger selbst den Überblick behalten, ob sie ausreichend für den Lebensabend vorsorgen. Brisant: Laut der Allensbach-Umfrage sorgen 15 Prozent der Bevölkerung gar nicht vor. Weitere 57 Prozent können nicht sagen, ob und in welchem Umfang sie privat vorsorgen. Hier kann ein Beratungsgespräch helfen. Die Möglichkeiten sind vielfältig: sei es eine Lebensversicherung, Riester-Rente, Immobilie, Fonds oder andere Geldanlagen. Über Vor- und Nachteile sollte man sich umfangreich informieren!

Berufsunfähigkeit: Vereinbarte Rente muss ausreichend hoch sein!

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, sollte darauf achten, dass die Absicherung hoch genug ist. Oft sei der Schutz nicht ausreichend, warnen Verbraucherschützer auf Basis einer aktuellen Untersuchung.

Keine Frage, eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtig. Jeder vierte Bundesbürger muss seinen Job vor Erreichen des Rentenalters aufgeben, wie aus Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht. Doch die Absicherung der Bundesbürger ist noch immer gering, die Unwissenheit groß. Nur etwa die Hälfte der Erwerbstätigen verfügt über einen entsprechenden Schutz.

Versicherte Monatsrente oft unter Niveau der Sozialhilfe
Auch wer eine BU-Police sein eigen nennt, wiegt sich oft in trügerischer Sicherheit. Eine Auswertung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen von 326 Verträgen ergab, dass die versicherte Monatsrente im Schnitt nur 400 Euro beträgt. Damit bleibt die Summe weit unter der staatlichen Grundsicherung in Höhe von rund 700 Euro.

Das Armutsrisiko im Falle einer Erwerbsunfähigkeit lässt sich mit einer derart niedrigen Rente kaum auffangen. Der Grund: Bezüge einer privaten Berufsunfähigkeitsrente werden mit der staatlichen Grundsicherung verrechnet. Hier müssen Versicherungsnehmer aufpassen, dass die Absicherung hoch genug ist. Als Faustregel gilt: Der festgelegte Rentenbeitrag sollte etwa zwei Drittel des letzten Nettoeinkommens betragen.

Wenn das Einkommen im Laufe der Berufstätigkeit steigt, sorgt die sogenannte Nachversicherungsgarantie dafür, dass man die Rente nachträglich erhöhen kann. Folglich sollte der BU-Vertrag eine solche Option beinhalten. Um einen günstigen Tarif zu finden empfiehlt es sich, mehrere Angebote gleichzeitig einzuholen.

Je zeitiger, desto besser
Der Preis einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch abhängig von Vorerkrankungen und vom Alter der entsprechenden Person. Deshalb raten Versicherungsexperten dazu, so zeitig wie möglich eine entsprechende Police abzuschließen. Bei den Gesundheitsfragen ist Ehrlichkeit unbedingte Pflicht. Stellt die Versicherung im Nachhinein fest, dass ein Kunde falsche Angaben im Antrag gemacht hat, darf sie den Vertrag anfechten und die Versicherungsleistung verweigern.

Da die BU-Policen verhältnismäßig teuer sind, sollte der Versicherungsvertrag zudem genauestens gelesen werden, bevor man unterschreibt. Beispielsweise darf im Vertrag keine sogenannte „abstrakte Verweisung“ enthalten sein. Dann kann die Versicherung den Erkrankten auf eine neue Tätigkeit verweisen, wenn er seinen alten Beruf nicht mehr ausüben darf – selbst wenn dies mit Gehaltseinbußen verbunden ist.

Ein Chirurg könnte beispielsweise immer noch als ärztlicher Berater arbeiten, wenn er schwere Verletzungen an den Händen erleidet und nicht mehr operieren darf. Besser also, eine abstrakte Verweisung ist erst gar nicht Bestandteil der Police. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!