Betriebliche Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge – mehr Rente und finanzielle Vorteile sichern

Die betriebliche Altersvorsorge, kurz bAV, bildet in Deutschland die zweite der drei Säulen bzw. Schichten der Altersvorsorge. Sie nimmt somit neben der gesetzlichen Rente einen wichtigen Stellenwert ein. Als Arbeitnehmer haben Sie gegenüber ihrem Arbeitgeber sogar einen Rechtsanspruch auf diese Art der Vorsorge und können zudem von einigen finanziellen Vorteilen profitieren.

 

Durch eine betriebliche Altersvorsorge können Sie Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge sparen

 

Betriebsrente als wichtige Säule der Vorsorge für den Ruhestand

Um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten, reicht die gesetzliche Rente in der Regel nicht mehr aus. Aufgrund des stetig sinkenden Rentenniveaus werden insbesondere junge Rentenversicherte mit ihrem Geld im Alter nicht mehr auskommen. Die Betriebsrente soll dazu beitragen, einen Teil der Rentenlücke zu schließen. Als gesetzlich Rentenversicherter haben Sie in Deutschland einen Rechtsanspruch darauf, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen diese Art der Vorsorge anbietet. Manche Arbeitgeber bezuschussen eine solche betriebliche Altersvorsorge. Grundsäztlich muss sich jedoch der Arbeitgeber an den Beiträgen nicht zwingend beteiligen. Dennoch gibt es in vielen Branchen Tarifvereinbarungen oder individuelle Arbeitsverträge, sodass der Arbeitgeber auf dieser Basis verpflichtet ist, sich finanziell am Beitrag zu beteiligen. Die Beiträge des Arbeitnehmers werden dabei in Form einer Entgeltumwandlung zur Betriebsrente genutzt. Somit wird ein Teil Ihres Entgeltes vom Arbeitgeber einbehalten und direkt in die für Sie abgeschlossene Altersabsicherung einbezahlt.

 

Als gesetzlich Rentenversicherter haben Sie in Deutschland einen Rechtsanspruch auf die betriebliche Altersvorsorge

 

Fünf Durchführungswege der zusätzlichen Altersvorsorge

Bei der Gestaltung stehen insgesamt fünf unterschiedliche Wege zur Auswahl. Zu diesen zählen die Direkt- bzw. Pensionszusage, die Unterstützungskasse, die Pensionskasse, die Pensionsfonds sowie die Direktversicherung. Bei einer Direkt- oder Pensionszusage kommt der Arbeitgeber selbst für die Leistung auf und zahlt diese bei Erreichen des Rentenalters in vorab vereinbarter Höhe an Sie aus. Alternativ können sich Unternehmen aber auch dazu entscheiden, eine Unterstützungskasse als selbstständige Versorgungseinrichtung ins Leben zu rufen, um daraus die Beiträge zu finanzieren. Auch die Pensionskassen werden von Unternehmen selbst getragen und agieren als selbstständige Versicherungen. Alternativ besteht für Unternehmen noch die Möglichkeit, die Beiträge in Pensionsfonds und damit in rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtungen anzulegen, um daraus die Beiträge letztendlich leisten zu können. Zu den am häufigsten gewählten Durchführungswegen zählen in Deutschland allerdings die Direktversicherungen. Dabei wird der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer eine klassische oder fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung abschließen. Dies ist per Einzel- oder Gruppenvertrag möglich.

 

Die Direktversicherungen zählt zu den am häufigsten gewählten Durchführungswegen in Deutschland

 

Vorteile durch Steuerersparnis und Sozialversicherungsersparnis

Die betriebliche Altersversorgung bietet Arbeitnehmern allerdings mehr als zusätzliches Geld für den Ruhestand. Denn werden die Beiträge in Form einer Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung, einen Pensionsfonds oder in eine Pensionskasse einbezahlt, dann fallen dafür weder Steuer- noch Sozialversicherungsbeiträge an. Diese Form der Steuer- und Sozialversicherungsersparnis ist allerdings nicht in unbegrenztem Umfang möglich. Derzeit können diese Beiträge auf bis zu vier Prozent, gemessen an der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung, zu einer Ersparnis führen. Im Jahre 2016 entspräche dies einem Betrag von 2.976 Euro, für welchen Sie von einer Sozialversicherungs- und Steuerersparnis profitieren könnten.