Jeder fuenfte Deutsche ist von Armut bedroht

Armut - Altersarmut

Dramatische Zahlen nicht nur in Deutschland – der EU-Durchschnitt liegt noch höher

Jedes Jahr wird das Durchschnittsgehalt aller Bundesbürger neu berechnet und festgelegt. Es beruht auf einer statistischen Erhebung der Bundesregierung.
Vernachlässigt man das Nord-Süd-Gefälle, den Ost-West-Unterschied und den Mann-Frau-Vergleich, liegt der durchschnittliche Bruttoverdienst bei jährlich 41.000 Euro. Damit hätte jeder Bundesbürger durchschnittlich monatlich etwa 2.000 Euro netto in der Tasche – ohne Berücksichtigung der individuellen Steuerklasse oder eines zu berücksichtigenden Kinderfreibetrages.

Doch die Realität sieht anders aus. Viele Gehaltsempfänger erreichen dieses Gehaltsniveau bei Weitem nicht. Andere hingegen verdienen ein weit höheres Einkommen. Festzustellen ist, dass viele Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Dieses ergibt sich aus der festgelegten Armutsgrenze, die besagt, dass diejenigen unter der Armutsgefährdungsgrenze fallen, die weniger als 60 Prozent, des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung, zum Leben zu Verfügung haben.

Die Statistik zeigt weiter, dass 2014 gegenüber dem Jahr 2013 rund 300.000 mehr Menschen von Armut bedroht sind. Um es noch klarer auszudrücken bedeutest das, dass etwa 16 Millionen Deutsche betroffen sind. Weiter bedeutet das, dass viele Menschen nicht genug zum Leben und zum Wohnen haben.

Nicht ohne Sinn wird immer wieder davon berichtet, dass “Tafeln” mehr und mehr Zulauf haben.
Ob sich die Zukunft für alle verbessern wird, ist fraglich. Wer nicht darauf hofft und heute noch nicht ins Abseits geschoben wurde, muss sofort nach der Ausbildung und Aufnahme einer Arbeit, mit der Ruhestandsplanung beginnen. Die spätere gesetzliche Rentenversicherung birgt einige Überraschungen und wenn man ehrlich zu sich selbst ist, kann keiner darauf allein bauen. Die private Altersvorsorge ist unabdingbar. Jeder Euro der für später angeht wird, wird die Altersarmut vermindern oder abwenden.

Schon zu Grossmutterszeiten hieß es: “Spare in der Zeit so hast du in der Not”